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Genovevaburg Mayen

Die Genovevaburg befindet sich an der Südwestseite der Stadt Mayen, als deren Wahrzeichen sie gilt, und ist eingebunden in die mittelalterliche Stadtbefestigung darum herum.

Ihren Namen bekam die Genovevaburg durch die Sage, dass auf eben dieser Anhöhe in Mayen einst Pfalzgraf Siegfried und dessen Frau Genoveva ihren Sitz gehabt haben sollen. Auch der Goloturm, der Bergfried der Burg, ist namentlich mit der Sage verbunden, allerdings weiß man nicht, wann diese namentliche Verknüpfung entstand, nur dass die Sage das erste Mal im 17. Jahrhundert auf die Region bezogen wurde.

Obwohl die Burg urkundlich erst 1281 erwähnt wird, ist man sich sicher, dass ihr Aufbau schon ein Jahr zuvor begann. Zuerst bleib die Burg für 400 Jahre unversehrt, dann aber wurde sie 1689 von französischen Truppen niedergebrannt. Schon ein Jahr später begann man mit einem modernisierenden Wiederaufbau der abgebrannten Teile. Ab 1707 wurde die Unterburg dazu gebaut, noch heute zeugt das Wappen des Kurfürsten auf dem Portal von der Veränderung, die er damit an der Burg vernahm.

Nach der Eroberung der Linksrheinischen Gebiete durch französische Truppen 1794, wurde die Burg versteigert und von ihrem neuen Besitzer abgetragen und abgerissen, um andere Gebäude im Dorf zu bauen. Schließlich wurden Teile des Gebäudes als Betsaal genutzt, der evangelischen Gemeinde gelang es allerdings nicht, die Burg zu kaufen und so wurde sie an einen Friedensrichter verkauft, der sich um den Wiederaufbau der Burg kümmerte. Nachdem die Burg sowohl einer Brauerei gehörte und als Gasthaus genutzt wurde, als auch der Volksbank und einem Kaufmann, der sie im Stil der Neorenaissance umbaute, brach 1902 schließlich ein großer Brand aus, durch den große Teile zerstört wurden.

Als sie 1910 von Diplom-Ingenieur Arend Scholten erworben wurde, baute er sie nach historischem Vorbild wieder auf und eröffnete 1921 das Eifelmuseum, durch welches er sie für die Öffentlichkeit zugänglich machte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele Räume für militärische Zwecke genutzt und so wurden auch zahlreiche Anbauten der Burg zerstört. Trotzdem fanden sich 1945 die Mayener Stadtverwaltung und eine Landwirtschaftsschule dort zeitweise ein, aber es dauerte bis 1984, um die Kriegsschäden der Burg zu beseitigen.

In der Genovevaburg sind heute das Eifelmuseum und das deutsche Schieferbergwerk untergebracht

Genovevaburg Mayen in Google Maps





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