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Mützenicher Venn mit Palsen


 

In der letzen Eiszeit hoben riesige Eiskerne den Boden gewölbeartig hoch, bis er kreisförmig vom Eishügel herunterrutschte und einen Wall bildete (Palsen).
Das Eis schmolz und es bildete sich innerhalb des vernässten Walls ein Moor. Diese Palsenmoore waren die Anfänge der Moorbildung im Hohen Venn. Im Brackvenn und im Mützenicher Venn sind sie heute noch als Zeugen aus der Eiszeit zu finden.

Über tausende von Jahren existierte diese Moorwelt mit ihren seltenen Pflanzen und Tieren. Dann aber, zu Beginn der 1950er Jahre, wurde der Palsen im Mützenicher Venn trockengelegt. Es wurden auf diesem Gebiet Fichten zur Bauholzgewinnung angepflanzt.

Vor etwa 30 Jahren verschlossen die Mützenicher die Entwässerung des Palsens und es entstand eine freie Wasserfläche. Jetzt verlandet der Teich allmählich mit Gräsern und Torfmoos. Das Pfeifengras – welches im Frühjahr zartgrün, im Herbst und Winter in gelben Büscheln in die Landschaft ragt – überwiegt in den abgetorften Bereichen des Venns.

Ein etwa 2 Kilometer langer Wanderweg führt durch diese schöne Vennlandschaft. Von dem barrierefreien Bohlensteg lässt sich die Flora und Fauna des Moores aus nächster Nähe wunderbar beobachten. Entlang der Wanderstrecke gibt es ausreichend Sitzmöglichkeiten, wo man die Natur in aller Ruhe genießen und auf sich wirken lassen kann. Ein Aussichtsturm gibt den Blick frei über das Hochmoor und das angrenzende belgische Hohe Venn.



Mützenicher Venn in Google Maps

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