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In der Ortsgemeinde Wallenborn, unweit der Kreisstadt Daun gelegen, kann der Eifelbesucher ein ganz besonderes Naturschauspiel bestaunen. Eine gefasste Kohlensäurequelle, die zudem schwefel- und eisenhaltig ist, wallt in einem Eruptionszyklus von ca. 35 Minuten heftig auf (Ortsname!), um dann wieder in sich zusammenzusinken.
Solche Quellen, bei denen Ruhephasen mit heftigen Eruptionen abwechseln, werden als intermittierende Quellen bezeichnet.

Der Wallenborn (im Volksmund »Brubbel«) erinnert an die berühmten Geysire Islands. Auch hier sind es dieselben Antriebskräfte, die das Wasser aus geringer Tiefe - beim Wallenborn sind es 38 Meter - in die Höhe treiben. Das Kohlendioxid, das jeder als prickelndes Gas in Sekt und Sprudel kennt, tritt in der Eifel in zahlreichen Quellen aus, ein Zeichen einer noch nicht gänzlich erloschenen vulkanischen Tätigkeit. Es stammt aus glutflüssigen Gesteinsschmelzen in größerer Erdtiefe und sucht sich seinen Weg durch Spalten und Klüfte im devonischen Grundgebirge nach oben. Hier im Wallenborn staut sich dieses Gas unter einer Grundwassersäule so lange bis der Druck ausreicht, die Wassermenge nach oben zu befördern und über der Erdoberfläche für kurze Zeit als Geysir von einigen Metern Höhe emporschießen zu lassen.

(Text aus: »Geologische Streifzüge« von Wolfgang Spielmann, erschienen im Rhein-Mosel-Verlag)

Wallenborn in Google Maps

Am Rand der Vulkaneifel in Andernach befindet sich der größte Kaltwassergeysir der Welt.



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