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Zwischen den drei Orten Müllenbach, Laubach und Leienkaul liegt das malerische Kaulenbachtal, in dem einst hochwertiger Dachschiefer gefördert wurde.

Der Schiefergruben-Wanderweg führt als Rundwanderung durch das Tal entlang alter Stollen und Förderstätten. Für Interessierte bietet das Gemeindehaus in Müllenbach die Möglichkeit, sich über die Geschichte des hiesigen Schieferbergbaus zu informieren, bevor sie ihre Wanderung beginnen.

Das Kaulenbachtal gehörte zu den bekanntesten Schiefer-Abbaugebieten im Linksrheinischen Schiefergebirge. Von 1695 bis 1959 wurde im Kaulenbachtal Dachschiefer bester Qualität gefördert. Wegen eines Wassereinbruchs auf der Grube Maria-Schacht wurde der Abbau eingestellt. Danach entwickelte sich das Kaulenbachtal zum Rückzugsgebiet für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

So leben nun zum Beispiel die wärmeliebenden Mauereidechsen in den mächtigen Abraumhalden unter idealen Lebensbedingungen und Fledermäuse finden in den zahlreichen Stollen einen geschützten Platz während der Wintermonate.
Weiterhin interessant sind auch die Reste der alten Bergwerksanlagen, sie sind Zeugnisse für die Geschichte des Schieferbergbaus in der Region. Deshalb wurde das Kaulenbachtal 1988 zum Naturschutzgebiet und 1993 zur denkmalgeschützten Zone erklärt.

Seitdem wurden viele Gebäudereste und Trockenmauern vor dem Verfall gesichert. Stolleneingänge wurden eröffnet und Schieferhalden frei geschnitten, und ein Rundwanderweg angelegt. Info-Tafeln mit Einzelheiten zum Schieferbergbau, alten Fotos und Grundrisse von Gruben, sowie alte Förderwagen (in der Bergmannssprache Hunte), mit denen der Moselschiefer transportiert wurde, geben kleine Einblicke.

Empfehlung: Nutzen Sie das Angebot einer geführten Wanderung durch sachkundige Wanderführer des »Verein zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte«.


Das Kaulenbachtal in Google Maps






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