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Kornelimuenster Propsteikirche



Die Reichsabtei Kornelimünster war eine Abtei der Benediktiner in der gleichnamigen Ortschaft Kornelimünster in der Nähe von Aachen, die von 814 bis 1804 bestand. Seit 1906 besteht die Abtei Kornelimünster. Auch diese ist eine Abtei der Benediktiner und gehört zur Sublazenser Kongregation. Der offizielle Titel lautet heute „Abtei der Heiligen Abt Benedikt von Aniane und Papst Kornelius“.


Geschichte
Die Abtei Kornelimünster wurde um 814 von Benedikt von Aniane (750–821) und Ludwig dem Frommen als „Monasterium ad Indam“ gegründet und war zunächst als „Erlöserkloster an der Inde“ oder auch kurz als „Inda“ bekannt. Benedikt von Aniane entstammte dem westgotischen Adel Südfrankreichs, wurde am Hof König Pippins erzogen, wandte sich nach einer kurzen Zeit im königlichen Dienst dem Mönchsleben zu und gründete um 779 in Aniane bei Montpellier ein Kloster. Auch durch dieses Kloster erlangte Benedikt von Aniane großen Einfluss bei Ludwig dem Frommen, Sohn und Nachfolger Karls des Großen als Kaiser des fränkischen Reichs. Benedikt folgte Ludwig an den Aachener Hof und fungierte dort als Berater bei den Aachener Reformsynoden (816-818). Das zu dieser Zeit gegründete Kloster Kornelimünster sollte auf der Basis der „Regula Benedicti“, der Regel des Benedikt von Nursia als Vorbild für die Erneuerung des Klosterwesens und des Mönchtums im fränkischen Reich dienen, um die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen sehr unterschiedlichen Mönchstraditionen zu vereinheitlichen.

Die Reformen Benedikts riefen allerdings auch Widerstände hervor, die nach seinem Tod verstärkt auftraten und schließlich dazu führten, dass Benedikt allenfalls in seiner südfranzösischen Heimat eine begrenzte Verehrung erfuhr. Kornelimünster konnte daher seine anfängliche Bedeutung nach dem Tod des Klostergründers nicht halten und blieb ein eher bescheidenes Kloster.

Kaiser Ludwig der Fromme hatte Benedikt von Aniane allerdings 3 Reliquien geschenkt, die ursprünglich aus dem Reliquienschatz der Aachener Pfalzkapelle stammten: das Schürztuch (linteum Domini), das sich Jesus der Überlieferung nach zur Fußwaschung der Jünger beim Letzten Abendmahl umgebunden hatte, ein Grabtuch (sindon munda), das gemäß alter Tradition bei der Grablegung benutzt wurde und auf dem der Leichnam Jesu im Grab gebettet worden sein soll, und das Schweißtuch (sudarium Domini), das jenes Tuch sein soll, das den Kopf Jesu umhüllte und das Petrus und Johannes zusammengefaltet im leeren Grab Jesu gefunden haben sollen. Im Jahre 875 wurde das Grabtuch allerdings geteilt, weil Karl der Kahle eine Hälfte des Grabtuches für die Gründung eines Klosters in Compiègne benötigte. Als Ausgleich erhielt das Kloster die Schädelreliquie des Heiligen Papstes Cornelius sowie die des Heiligen Cyprianus. Die Verehrung des Papstes Cornelius († 253) führte ab dem 12. Jahrhundert zur Patronats- und Namensänderung „Kornelimünster“. Das Kloster erhielt den Namen „Monastrium Sancti Cornelii ad Indam“.

Diese Reliquienschätze führten schließlich dazu, dass Kornelimünster seit dem 14. Jahrhundert Ziel einer besonderen Wallfahrt wurde, der sog. Heiligtumsfahrt Kornelimünster, die im Mittelalter gemeinsam mit der Heiligtumsfahrt nach Aachen so bedeutend wie die Wallfahrten nach Rom, Jerusalem oder Santiago de Compostela war.

Das Kloster erlebte in über 1000 Jahren eine wechselvolle Geschichte. So wurde die Abteikirche 881 von Normannen zerstört und unter Kaiser Otto III. wieder aufgebaut und erweitert. Unter den Ottonen wurde der Abt des Klosters zum Reichsfürsten erhoben und die Abtei erhielt die vollständige Immunität sowie die Reichsunmittelbarkeit, das Markt- und das Münzrecht. Das Stiftsgebiet grenzte im Westen an das Herzogtum Limburg, im Osten an das Herzogtum Jülich und im Norden an die Reichsstadt Aachen.

Das Kloster unterstand als Reichsabtei nur dem Kaiser und hatte zu dieser Zeit viele Ländereien (Münsterländchen). Die Schirmvogtei hatten die Grafen beziehungsweise Herzöge von Jülich. In der frühen Neuzeit gehörte es dem Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis und dem rheinischen Reichsprälatenkollegium an. Die wirtschaftliche Grundlage der Abtei bildeten die Weide-, Land- und Forstwirtschaft sowie die mit der Nutzung der Wasserkraft verbundene Eisen- und Kalksteinindustrie. Die Besitzungen betrugen um 1798 etwa 10.000 Hektar.

Im Jahre 1310 wurde die Abtei durch Bürger der Kaiserstadt Aachen zerstört, die sich an dem Abt Reinaldus für dessen Unterstützung des Grafen von Jülich im Kampf gegen Aachen rächen wollten. Die Aachener wurden dafür jedoch zu einer hohen Geldstrafe verpflichtet, durch die das Kloster und die Abteikirche wieder aufgebaut werden konnten.

Wegen der wachsenden Zahl von Pilgern musste die Abteikirche im 15. und 16. Jahrhundert vergrößert werden. Das Kloster selbst konnte jedoch mit der Bedeutung Kornelimünsters als Wallfahrtsort nicht mithalten und verlor an Bedeutung. Auch der Wohlstand des 18. Jahrhunderts, der den Neubau des Klosters und Erweiterungen der Abteikirche ermöglichten, änderte daran nichts. Von 1721 bis 1728 wurde das Abteigebäude als dreiflügelige Barockanlage neu erbaut. 1763 bekam die Kirche eine neue Orgel mit 19 Registern auf zwei Manualen mit angehängtem Pedal durch die Orgelbauwerkstatt Johann Josef Brammertz nach Prospekt-Entwurf von Johann Josef Couven.

Zwischen 1792 und 1794 flohen die Mönche mehrmals vor den einrückenden französischen Revolutionstruppen. 1802 wurde die Abtei schließlich wie alle Klöster im Rheinland durch Napoleon aufgelöst. Die Güter mussten übergeben werden und die Mönche mussten die Abtei verlassen. Die Abteikirche wurde der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche überlassen und die Heiligtümer/Reliquien wurden 1804 der Pfarrei übergeben. Die Abteigebäude wurden 1807 an einen Fabrikanten verkauft, der darin eine Tuchfabrik einrichtete. 1874 wurden die Abteigebäude schließlich an den preußischen Staat verkauft, der dort ein katholisches Lehrerseminar einrichtete.


Neue Benediktinerabtei
1906, also über 100 Jahre nach Auflösung des Klosters, wurden wieder Benediktiner (aus der deutschen Abtei Merkelbeek auf der niederländischen Seite der Grenze bei Brunssum) in Kornelimünster eingeführt. Zunächst blieben nur drei Mönche in Kornelimünster, die den Bau des neuen Klosters begleiten sollten. Das neue Klostergebäude wurde am 21. November 1908 bezogen. Offiziell wurde das Kloster am 14. Oktober 1909 errichtet.
Die ersten Jahrzehnte waren politisch und wirtschaftlich schwierig und durch die Suche nach der eigenen Identität und durch Fragen des Zusammenspiels mit der Pfarrgemeinde bestimmt. Erst 1953 wurde das Kloster zur Abtei erhoben. Die Abteikirche wurde erst zwischen 1951 und 1956 gebaut.
Bis 1948 war die Funktion des Klosters stark von der Aushilfsseelsorge in den Pfarreien der näheren und weiteren Umgebung geprägt. Von 1948 bis 1988 waren im Kloster eine Realschule und ein angeschlossenes Internat eingerichtet. Seit 1988 bietet die Abtei als „Haus der Glaubensbegegnung“ eigene Kursangebote u.a. für Menschen, die eine „Auszeit“ suchen.
Abt der Abtei ist heute Pater Friedhelm Tissen, der am 12. März 2008 gewählt wurde. Die Abtei bietet als „Haus der Glaubensbegegnung“ eigene Kursangebote wie Vortragsexerzitien, Besinnungstage, Einzelexerzitien oder „Stille Tage im Kloster“ an.
Im Jahre 2010 wird der an private Investoren verkaufte alte Schul- und Internatsteil saniert, aufgeteilt und als separate Eigentumswohnungen verkauft. Der Klosterbetrieb bleibt jedoch im hinteren Teil des Klosters voll erhalten.


Architektur
Die erste Klosterkirche, die 817 geweiht wurde, war eine kleine dreischiffige Basilika. Sie wurde Ende des 9. Jahrhunderts zerstört. Nachdem das wieder aufgebaute Kloster 1310 nochmals zerstört wurde, entstand anschließend eine große gotische Kirche in Form einer fünfschiffigen Halle. Die beiden südlichen Kirchenschiffe waren als Pilgerkirche angelegt. Die anderen Bereiche der Kirche waren davon abgetrennt und den Mitgliedern des Klosters vorbehalten. Die Propsteikirche war damit gleichzeitig Kloster- und Wallfahrtskirche. Wegen der wachsenden Zahl von Pilgern, die nach Kornelimünster kamen, wurde die Abteikirche im 15. und 16. Jahrhundert mehrmals vergrößert. Die im Wesentlichen aus der gotischen Zeit stammende Abteikirche wurde 1706 an der Ostseite um die oktogonale Korneliuskapelle erweitert.

Von 1721 bis 1728 wurde das Abteigebäude schließlich als dreiflügelige Barockanlage neu erbaut. Zunächst wurde der Mitteltrakt der schlossartigen Anlage errichtet, der als Wohn- und Amtssitz des Abtes dienen sollte. Daran schloss sich der Bau des linken Seitenflügels, dann der des rechten Flügels an. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dieser Teil der Anlage vollendet. Die Arbeiten an dem parallel zum Mitteltrakt gelagerten Bauteil schlossen sich daran an. Der Bau des äußeren Südflügels konnte erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschlossen werden, fällt also in die Zeit, als die Abtei bereits aufgehoben war.

Auch wenn im Inneren ein großer Teil der ursprünglichen Ausstattung infolge der Säkularisation des Klosters und der folgenden verschiedenen Nutzungen verloren gegangen ist, so hat doch vor allem der Mitteltrakt sein spätbarockes Ambiente bewahrt. Dies gilt besonders für den zentralen Festraum im Erdgeschoss mit einem prächtig gestalteten Kamin, reichen Stuckarbeiten und mit Deckengemälden. Die Deckengemälde veranschaulichen die besonderen Funktionen und Rechte, die sich mit dem Amt und der Würde der Äbte verbinden. Ein weiteres beeindruckendes Deckengemälde befindet sich im Treppenhaus und zeigt den Sturz der heidnischen Götter durch den Erzengel Michael, der den stürzenden Göttern einen Schild mit der Aufschrift „quis ut deus“ entgegenhält. Im Obergeschoss ist der am prunkvollsten gestaltete Raum der sogenannte Rittersaal mit zwei hervorragenden Stuckreliefs an den Längswänden. Erwähnt werden muss auch das „Jagdzimmer“, das nach den Motiven der hier vollständig erhaltenen Wandmalereien benannt wurde. Diese zeigen unter anderem eine Darstellung des Klosterneubaus, wie er ursprünglich geplant war. Die „Abtskapelle“ zeichnet sich durch einen wertvollen Intarsienfußboden aus.

(Text: Wikipedia)

Abtei Kornelimünster in Google Maps.




Maria-Frieden


Die Abtei Maria Frieden ist ein Kloster der Trappistinnen in Dahlem (Nordeifel).


Die Anfänge
Am 24. März 1952 kaufte die Abtei Mariawald von der britischen Besatzungsmacht zum Preis von 27.500 DM die ehemalige Schäferei Dahlemer Binz. Diese war 1935 von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt als „Musterschäferei“ angelegt worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von der britischen Besatzungsmacht beschlagnahmt.
Mit den erworbenen 70 Morgen Land stand dem Orden die Grundlage zur Gründung eines neuen – und damals einzigen – Frauenklosters in Deutschlands zur Verfügung. Als Namen für die Neugründung wählten die Mönche von Mariawald – geprägt von den Erfahrungen zweier Weltkriege – Maria Frieden, da das Gebet um Frieden stets Hauptanliegen der Nonnen des Klosters war und noch heute ist.
Die ersten drei Siedler, die das Kloster bezogen, waren Mönche von Mariawald: P. Albericus Bergs, P. Angelus Hinzmann und Br. Georg Hauser. Sie bauten die Landwirtschaft auf und richteten im ehemaligen Wohnhaus der Schäferfamilie Kapelle sowie Wohn- und Schlafräume für die Nonnen her.


Gründung als Frauenkloster
Die ersten vier Nonnen, die am 8. Dezember 1952 das Kloster bezogen, waren Sr. Pauline, Sr. Franca, Sr. Theobalda und Sr. Veronika aus der holländischen Abtei Koonigsoord bei Tilburg. Im Laufe des Jahres 1953 kamen weitere Nonnen aus Holland nach Maria Frieden und das Kloster wurde aufgebaut. Der eigentliche Gründungsakt fand am 8. Dezember 1953 statt. In der Dahlemer Pfarrkirche versammelten sich die 16 Gründungsschwestern. Der Domkapitular Neujean hielt als Vertreter des Aachener Bischofs eine Andacht mit eucharistischem Segen. Anschließend fand eine Prozession zum Kloster statt. Dort wurden die Schwestern von Abt Christopherus Elsen in die Klausur eingeführt. An diesem Tag begann in Maria Frieden das reguläre Trappistenleben und das volle Stundengebet.
Ihren Lebensunterhalt bestritten die Nonnen zunächst aus Hühner-, Schweine- und Rinderzucht und Landwirtschaft. Im September 1954 begannen sie außerdem mit der Herstellung eines Kräuterlikörs.
Ostern 1954 traten die ersten Postulantinnen in Maria Frieden ein.


Bedrohung des Klosterlebens durch Pläne zum Bau eines Militärflughafens
Einen Rückschlag für die gedeihende Neugründung bedeuteten die Pläne, in der Nähe des Klosters einen Militärflugplatz für Düsenjäger zu bauen. Wegen des Lärms wäre ein trappistisches Leben dort nicht mehr möglich gewesen.
Die Äbtissin des Mutterklosters Konigsoord, M. Gertrudis Demarrez, und die Oberin von Maria Frieden, Sr. Pauline de Reuver, reichten eine Bittschrift beim damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer ein. Einige Wochen später gab der damalige Verteidigungsminister Theodor Blank bekannt, dass der Militärflugplatz nicht gebaut werde.


Erhebung zur Abtei und Ausbau
Am 21. September 1955 wurde Maria Frieden zur Abtei erhoben. Zur ersten Äbtissin wählten die Schwestern am 5. November 1955 ihre bisherige Oberin, Sr. Pauline de Reuver.
Ab Mitte der 1950er-Jahre wurden die bis dahin nur provisorisch errichteten Räume des Klosters für die stetig wachsende Gemeinschaft zu eng. So wurde das Kloster ausgebaut.
Am 12. August 1955 legte der Aachener Weihbischof Friedrich Hünermann den Grundstein für die neue Klosterkirche. Am 8. Dezember 1958 weihte der Aachener Bischof Johannes Pohlschneider die neue Klosterkirche. Nach Fertigstellung der Klosterkirche wurde ab 1960 das Klostergebäude selbst ausgebaut. Der Schlussstein wurde 1968 gelegt. Er wurde von Sr. Praxedis und dem Marienwalder Abt P. Otto als Taube mit Ölzweig als Symbol für den Frieden ausgestaltet.


Aufbau der Paramentenweberei
Seit Ende der 1960er erwies sich die Landwirtschaft als unrentabel, so dass sie seit dem immer mehr zurückgefahren und schließlich ganz aufgegeben wurde. Zusätzlich zum Verkauf des Klosterlikörs erschlossen sich die Schwestern mit dem Aufbau einer Weberei und der Herstellung Paramenten eine weitere Einnahmequelle.


Nachfolge der ersten Äbtissin
Im Herbst 1967 musste Äbtissin Pauline aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt niederlegen.
Als Nachfolgerin wurde Sr. Christophora van Dijck gewählt, die das Amt bis 1970 innehatte und danach Bibliothekarin wurde. 1976 verstarb sie als erste der Schwestern von Maria Frieden.
Von 1971 bis 1983 leitete Sr. Fabiana van Swaaij das Kloster als Äbtissin. In ihre Amtszeit fielen die Neuerungen des Klosterlebens im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil. Dazu zählen insbesondere die Aufhebung der Trennung zwischen Chor- und Laienschwestern und liturgische Neuerungen wie die Einführung der Volkssprache in der Liturgie. Die Klosterkirche wurde den Erfordernissen der Liturgiereform baulich angepasst.
Von 1983 bis 1984 stand Sr. Ruth Mersmann der Klostergemeinschaft als Äbtissin vor. In ihre Amtszeit fällt die Neugründung des Trappistinnenklosters Gethsemani auf dem Donnersberg (Pfalz), zu der Sr. Josefa und Sr. Praxedis von Maria Frieden ausgesandt wurden.
Nachfolgerin im Äbtissinnenamt von Sr. Ruth, wurde Sr. Justina Lumcerova. Ihr folgte am 22. Februar 1993 Sr. Gabriele Visser.
Heute (Stand: 2009) leben in Maria Frieden 24 Nonnen. Sr. Blandina Paschalis Schlömer OCSO, die von 1972 bis 2000 in der Abtei lebte, wurde durch ihre Forschungen zum Schleier von Manoppello bekannt.


Leben

Die Nonnen in Maria Frieden leben nach der Regula Benedicti, der Mönchsregel des Heiligen Benedikt von Nursia, und den Konstitutionen der Trappisten. Monastischem Ideal entsprechend, bestimmen Gebet, Lesung und körperliche Arbeit ihren Tagesrhythmus.
Fundament des monastischen Lebens in Maria Frieden ist die kontemplative Lebensform, das Durchdrungensein von Gottes Nähe im alltäglichen Leben. Die Nonnen leben zurückgezogen, um Gott zu suchen und durch ihr Leben auf seine Existenz zu verweisen.
Der Tag beginnt in Maria Frieden um 04:05 Uhr mit dem gemeinsamen Gebet, der Vigil. Anschließend halten die Nonnen stille Betrachtung. Werktags finden um 07:00 Uhr die Laudes und um 07:30 Uhr die Heilige Messe statt. Nach der Terz um 09:00 Uhr beginnt die vormittägliche Arbeitszeit, die um 12:15 Uhr mit dem Gebet der Sext abgeschlossen wird. Anschließend wird das Mittagessen in Stille eingenommen. Nach einer kurzen Ruhepause findet um 14:20 Uhr die Non statt. Daran schließt sich die nachmittägliche Arbeitszeit an. Um 17:15 Uhr wird die Vesper gebetet. Anschließend wird das Abendessen eingenommen. Nach einer kurzen Ruhepause wird der Tag um 19:25 Uhr mit dem Gebet der Komplet beschlossen.

(Text: Wikipedia)


Abtei Maria Frieden in Google Maps







Abtei Pruem mit St. Salvator-Basilika



Die spätere Fürstabtei Prüm in Prüm (Eifel-Ardennen) wurde 721 von Bertrada der Älteren, der Urgroßmutter Karls des Großen gestiftet. Von dessen Eltern, Pippin dem Jüngeren und seiner Frau Bertrada der Jüngeren wurde die Abtei 752 mit Mönchen des Benediktinerordens besetzt und als Hauskloster der Karolinger neugegründet. Die Abtei war stets eng verbunden mit der Familie der Karolinger und genoss deren besondere Gunst. Nach seiner Abdankung als Kaiser verbrachte Lothar I. in Prüm die letzten Tage seines Lebens und erhielt sein Grab in der Prümer Abteikirche.


Bedeutung
Der Besitz der Abtei war riesig und reichte vom Rhein bis zur Bretagne und in die Niederlande. Hunderte Orte unter anderem in der Eifel und an der Ahr, auf dem Taunus, in der Umgebung von St. Goar, in Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind im Güterverzeichnis der Abtei, dem Prümer Urbar, erstmals urkundlich erwähnt.
Um den weitläufigen Besitz zu verwalten, waren der Abtei Prüm Vogteien und Filialklöster unterstellt, unter anderem: Revin (Frankreich), Güsten bei Jülich, Münstereifel, Kesseling an der Ahr und Altrip.
Berühmt war die Abtei auch durch ihre Klosterschule, in der Söhne des Herrscherhauses und des karolingischen Adels ausgebildet wurden. In Prüm lebten unter anderem St. Markward, der Berater Ludwigs des Frommen, die heilig gesprochenen Ado von Vienne, Ansbald und Hungerus Frisus sowie der Dichter Wandalbert.
Vom Kloster wurde, wie eine Urkunde von 762 n. Chr. bezeugt, ein Armenhospital unterhalten. Hier wurden zwölf mittellose und körperlich hilfsbedürftige Personen auf Lebenszeit aufgenommen, die als Gegenleistung leichtere Arbeiten (Glockenläuten usw.) im Kloster zu verrichten hatten. Außerdem wurden im Hospital vorüberziehende Arme kurzzeitig beherbergt und versorgt.
Der herausragende mittelalterliche Geschichtsschreiber Regino war Abt von Prüm.
Außer Lothar I. verbrachten auch andere Karolinger mehr oder weniger freiwillig einige Zeit in der Abtei:
- Pippin der Bucklige (Sohn Karls des Großen) † 811 in Prüm
- Karl der Kahle, der als erster König Frankreichs gilt, wurde als Zehnjähriger nach Prüm verbannt und in der Klosterschule ausgebildet.- Hugo (Sohn Lothars II.) † 895 in Prüm


Geschichte
- 721 Erstgründung des Klosters durch Bertrada die Ältere und Charibert (von Mürlenbach) mit Mönchen aus dem Kloster Echternach.
-752 Neugründung des Klosters durch König Pippin mit Benediktinermönchen aus St. Faron in Meaux bei Paris. Er übergab dem Kloster Teile der Sandalen Christi, die er seinerseits von Papst Zacharias für die Hilfe bei der Gründung des römischen Kirchenstaates erhalten hatte. Abtei und -kirche erhielten den Namen „Zum allerheiligsten Erlöser“ – St. Salvator. Diese besondere Auszeichnung war außergewöhnlich. Sie dokumentierte, dass Prüm damals die bedeutendste Abtei des Reiches war. Die Sandalen Christi werden noch heute in einem kostbaren Reliquienschrein in der Basilika aufbewahrt.
- 799 Einweihung der Klosterkirche St. Salvator durch Papst Leo III. im Beisein von Karl dem Großen.
- 855 trat Kaiser Lothar I. nach der Teilung von Prüm ins Kloster ein und starb kurz darauf.
- 882 erster Normannensturm. Klostergebäude wurden verwüstet.
- 892 zweiter Normannensturm. Die Mönche flohen der Überlieferung nach Dasburg.
- 1222 wurde die Abtei Prüm von Kaiser Friedrich II. zum Fürstentum erhoben.
- 1576 kam die Abtei gegen ihren Willen zum Kurfürstentum Trier. Als der letzte Fürstabt Christoph von Manderscheid-Kayl 1576 starb, erschien der Erzbischof Jakob III. von Eltz in Prüm und ließ sich gegen den Widerstand der Mönche als Nachfolger einführen.
- 1721 Neubau der Klosterkirche (durch Johann Georg Judas) unter Kurfürst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg.
- 1748 Neubau der Abteigebäude durch Andreas Seitz nach Plänen von Balthasar Neumann unter Kurfürst Franz Georg von Schönborn.
- 1794 Auflösung der Abtei und Vertreibung der Mönche (Säkularisation) durch die Franzosen. Danach war das Gebäude zeitweise Sitz diverser Ämter. Heute befindet sich in den Abteigebäuden das Regino-Gymnasium.
- 1802 wurde die Abteikirche zur Pfarrkirche St. Salvator.
- 1827 Prüm wurde Sitz eines Dekanates.
- 1860 wurden beim Abbau des alten Hochaltares die Gebeine Kaiser Lothars aufgefunden.
- 1874/1875 wurde für die Gebeine Lothars I. ein Grabmal mit finanzieller Unterstützung Kaiser Wilhelms I. errichtet.
- 1891 stifteten die Prümer Ärzte und Apotheker einen neuen Reliquienschrein für die Reliquien der Heiligen Drei Ärzte.
- 1896 wurde ein kostbarer Schreinaltar für die Sandalen Christi gestiftet.
- 1927 erhielt die Kirche den Barockaltar aus der Karmeliterkirche in Bad Kreuznach.
- Seit 16. September 1944 war die Stadt Prüm Ziel von US-amerikanischem Artellieriebeschuss. Vor allem seit dem 23. Dezember nahmen die Bombenangriffe zu (Ardennenoffensive). Die ehemaligen Abteigebäude wurden stark beschädigt.
- Heiligabend 1945, eine Stunde vor der Christmette, stürzte das Gewölbe des gesamten Lang- und rechten Seitenschiffes infolge der Kriegseinwirkungen ein.
- 1950 war der Wiederaufbau der Kirche weitgehend abgeschlossen. Gleichzeitig verlieh Papst Pius XII. der Klosterkirche den Titel „Basilica minor pontificia“
- 1952 war der Wiederaufbau der Abteigebäude weitgehend abgeschlossen.


Abtei Prüm in Google Maps





Maria-Wald


Die Abtei Mariawald ist ein Kloster des Ordens der Zisterzienser der Strengeren Observanz (OCSO), allgemein Trappisten genannt, nahe Heimbach in der Eifel, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Ihr Wahlspruch lautet: Luceat lux vestra – Euer Licht soll leuchten (Mt 5,16).


Geschichte
Die Geschichte der Abtei Mariawald wurzelt in der Aufstellung einer Pietà im Wald bei Heimbach. 1470 kaufte der Heimbacher Strohdachdecker Heinrich Fluitter eine Pietà und stellte sie in einem hohlen Baumstamm zur Verehrung auf. Dieser Platz erwies sich jedoch als zu einsam, sodass Fluitter eine hölzerne Kapelle an einer Wegkreuzung baute und die Pietà dort aufstellte. Als immer mehr Pilger zur Pietà kamen, baute sich Fluitter eine Zelle an die Kapelle an und betreute von dort aus bis zu seinem Tod die Pilgerstätte.
1479 ersetzte der Heimbacher Pfarrer Johann Daum die Kapelle durch eine hölzerne Kirche und bat die Zisterzienser aus dem Kloster Bottenbroich um Hilfe bei der Wallfahrtsbetreuung. Mit Urkunde 10. November 1480 schenkte Pfarrer Daum die Kirche mit der Pietà dem Zisterzienserorden, der dort mit dem Bau eines Klosters begann. Am 12. September 1481 wurde die Kirche geweiht. Am 4. April 1486 bezog die erste Mönchsgemeinde das neu errichtete Kloster, sodass dieser Tag als Gründungsdatum der Abtei gilt, die den Namen Nemus Mariae (Mariawald) erhielt. 1494 wurde begonnen, die hölzerne Kirche durch einen Steinbau zu ersetzen. Um 1520 wurde die Pietà in ein Antwerpener Retabel, das verschiedene Szenen aus dem Leben Jesu – von Verkündigung bis Tod und Auferstehung – zeigt, integriert. 1539 wurde die neue steinerne Kirche geweiht.
Die folgenden hundert Jahre waren eine schwierige Zeit für das Kloster. Wie auch die übrige Bevölkerung hatte die Abtei unter diversen Kriegen, insbesondere dem Dreißigjährigen Krieg, zu leiden. Danach begann eine Phase der Ruhe und guten Entwicklung des klösterlichen Lebens, die mit dem Ausbruch der Französischen Revolution wieder endete. Als 1794 die französische Revolutionsarmee linksrheinische Gebiete besetzte, kam auch die Abtei unter französische Herrschaft. Am 2. April 1795 wurde das Kloster aufgehoben. Land und Inventar wurden versteigert. Die Pietà von Mariawald wurde mit dem Antwerpener Retabel am 22. Juni 1804 in die Heimbacher Pfarrkirche St. Clemens gebracht. Noch heute stehen beide Objekte in Heimbach, nunmehr in der am 24. Mai 1981 geweihten Salvatorkirche. Teile der KIrchenfenster befinden sich heute im Victoria and Albert Museum in London.
1860 kaufte Ephrem van der Meulen, Abt des Trappistenklosters Oelenberg (Elsaß), das Klostergut. Im Februar 1861 kamen zwei Brüdermönche von Ölenberg nach Mariawald und begannen mit dem Wiederaufbau der Klosteranlage. Im April 1862 wurde das reguläre Klosterleben wieder aufgenommen. Beendet werden konnte der Wiederaufbau des Klosters erst 1891, da die Aufbauarbeiten durch den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und den Kulturkampf unterbrochen worden waren. Zwar mussten die Mönche von September 1875 bis zum 18. Oktober 1887 das Kloster verlassen, durch den preußischen Staat enteignet werden konnte das Kloster aber nicht, da immer noch Ephrem van der Meulen als Eigentümer des Klostergutes eingetragen war.
Am 29. September 1909 wurde Mariawald zur Abtei erhoben. Im Ersten Weltkrieg wurden 33 Mönche der Abtei zum Kriegsdienst eingezogen. Drei von ihnen verstarben während des Krieges. Wie auch der übrigen Bevölkerung machte die schwierige Nachkriegszeit der Abtei zu schaffen.
Erneute Beeinträchtigungen des Klosterlebens bis hin zu Auflösung mussten die Mönche von Mariawald während der nationalsozialistischen Herrschaft hinnehmen. Während des Baus des Westwalls wurden Bauarbeiter im Kloster einquartiert. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden einige Mönche zum Kriegsdienst eingezogen. Teilweise wurden Mönche von der Gestapo verhaftet. Am 21. Juni 1941 schließlich wurde das Kloster wegen „staatsfeindlicher Aktivitäten“ aufgelöst. Die Patres mussten das Kloster verlassen, die Brudermönche wurden als Arbeiter in der Landwirtschaft des zum Gemeindegut gemachten aufgelösten Klosters eingesetzt. Als im Herbst 1944 die Front in die Nähe des Klosters rückte, wurde im Kloster ein Feldlazarett eingerichtet. Im Februar 1945 wurde die Entfernung des Klosters zur Front größer, so dass das Feldlazarett aufgelöst wurde. 414 Menschen starben während ihres Aufenthalts im Feldlazarett. Sie wurden von den Mönchen auf einem Hang westlich des Klosters bestattet. Auf dem so entstandenen Ehrenfriedhof auf dem Klostergelände findet alljährlich am Volkstrauertag eine Gedenkveranstaltung statt.
Im Zuge der Ardennenoffensive wurde das Kloster zum großen Teil zerstört. Die noch auf dem Gelände verbliebenen Brüdermönche wurden vertrieben. So standen die Gebäude einige Zeit leer.
Am 28. April 1945 nahm Pater Christopherus Elsen das Kloster wieder in Besitz. Der Abt von Ölenberg hatte ihn zuvor zum Superior ernannt. Pater Christopherus nahm Kontakt zu den vertriebenen Mönchen auf, die sich größtenteils wieder im Kloster einfanden. Jedoch sind während des Krieges drei Mönche gefallen und vier blieben vermisst. Außerdem sind einige Patres in der Verbannung gestorben. Erneut wurde das Kloster wiederaufgebaut. Im Dezember 1946 wurde Christopherus Elsen zum Abt gewählt. Die Beseitigung der Kriegsschäden dauerte bis 1959.
1962 bis 1964 wurde die Klosterkirche renoviert und den liturgischen Änderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils angepasst.
Heute ist die Abtei Mariawald das einzige männliche Trappistenkloster in Deutschland. In der Abtei leben heute unter der Leitung von Abt Dom Josef Vollberg vierzehn Mönche, zwei Novizen, ein Bewerber in der zeitlichen Profess, ein Postulant und ein Oblate. Zusätzlich gibt es noch drei externe Mitbrüder. Die Klosteranlage wird heute sowohl von den Mönchen als auch von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern bewirtschaftet. Zur Unterstützung des Klosters wurde 1995 der Verein der Freunde und Förderer der Abtei Mariawald e.V. gegründet.


Päpstliches Privileg
Mit Schreiben vom 21. November 2008 hat Papst Benedikt XVI. der Bitte des Abtes Dom Josef Vollberg OCSO entsprochen und dem Kloster das Privileg erteilt, zur Liturgie und Observanz im Usus des Ordens von Monte Cistello zurückzukehren. Dieser galt bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil Damit ist die Klostergemeinschaft der Abtei Mariawald die erste deutschsprachige, welche die klassische lateinische Liturgie wieder pflegt bzw. pflegen darf. Abt und Konvent erhoffen sich damit, einer weltweiten Tendenz Rechnung tragend, neue Impulse auch für den Nachwuchs der Abtei.


Priesterausbildung
Zur Ausbildung von Priestermönchen führt die Abtei Mariawald ab 2010 eine eigene Priesterausbildung durch („Hausstudium“). Die philosophische, theologische, historische und sprachliche Ausbildung im Hausstudium wird unterstützt von dem Theologen Klaus Berger sowie den Philosophen Robert Spaemann und Walter Hoeres. Das Angebot steht auch Mönchen anderer Klöster und Klerikern von Instituten geweihten Lebens offen.


Leben im Kloster
Die Mönche leben nach der Regula Benedicti, der Mönchsregel des Heiligen Benedikt von Nursia, und den Konstitutionen des Ordens der Zisterzienser strengerer Observanz. Traditionell bestimmen Gebet, Lesung (lectio divina) und körperliche Arbeit den Tagesrhythmus der Mönche.
Fundament des monastischen Lebens in Mariawald ist die kontemplative Lebensform. Wichtig ist ihnen das Durchdrungensein von Gottes Nähe im alltäglichen Leben. Die Mönche haben sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um Gott zu suchen und durch ihr Leben auf seine Existenz zu verweisen.
Um 03:45 Uhr stehen die Mönche nach ca. siebeneinhalbstündigem Schlaf auf. Um 04:00 Uhr vollziehen sie die erste der insgesamt sieben täglichen Gebetszeiten (Horen), die Vigilien, die ca. 75 Minuten dauern. Daran schließt sich privates Gebet und um 06:30 Uhr die gemeinschaftliche geistliche Lesung im Skriptorium an. Durch die geistliche Lesung soll den Mönchen der Reichtum des Wortes Gottes tiefer erschlossen werden. Um 07:15 Uhr versammeln sich die Mönche wieder in der Kirche, zum Gebet der Laudes. Die daran anschließende Feier der Heiligen Messe ist der geistliche Höhepunkt des Tages. Nach einem einfachen Frühstück und der Terz beginnt die erste Arbeitsphase, die etwa zwei Stunden dauert. In verschiedenen Tätigkeitsbereichen (Landwirtschaft, Handwerksbetriebe, Klosterverwaltung u. a.) trägt jeder der Mönche je nach eigenen Fähigkeiten und Interessen sowie den Bedürfnissen der Gemeinschaft zum Unterhalt des Klosters bei. Insbesondere die körperliche Arbeit wird bei den Trappisten hoch geschätzt. Sie gilt nicht nur als guter Ausgleich im geistlichen Leben, sondern soll die Mönche auch mit den einfachen Menschen, die durch körperliche Arbeit ihren Unterhalt verdienen müssen, verbinden. Um 12:00 Uhr wird der Vormittag durch das Gebet der Sext beendet. Anschließend nehmen die Mönche im Refektorium des Klosters gemeinsam das Mittagessen ein. Stets findet das Essen in Stille mit Tischlesung statt. Traditionell ist das Essen in Zusammensetzung und Zubereitung einfach gehalten und grundsätzlich fleischlos. In der Mittagszeit können die Mönche ausruhen, lesen oder einer stillen Arbeit nachgehen. Um 14:00 Uhr wird die Non gebetet. Daran schließt sich die zweite, ca. dreistündige Arbeitsphase an. Um 17:20 Uhr beschließt die Vesper den Nachmittag. Anschließend ist Abendessen, wie das Mittagessen in Stille. Nach dem Abendessen haben die Mönche noch Zeit zu geistlicher Lesung, Studium oder Gebet. Der Tag wird um 19:30 Uhr mit dem Gebet der Komplet beendet. Nach der Komplet wird das Salve Regina gesungen.


Tochterklöster
Die Abtei Mariawald hat zwei Tochterklöster:
1869 gründete der Marienwalder Mönch Franz Pfanner bei Banja Luka im damaligen Osmanischen Reich, im heutigen Bosnien-Herzegowina das Kloster Mariastern.
1952/1953 gründete die Abtei zusammen mit dem niederländischen Trappistinnenkloster Koningsoord die Trappistinnenabtei Maria Frieden in Dahlem.
Der Marienwalder Mönch Franz Pfanner gründete außerdem das Missionskloster Mariannhill in Südafrika. Da sich das Wirken als Missionar mit dem beschaulichen und zurückgezogenen Leben als Trappist nicht vereinbaren ließ, wurde das Kloster Mariannhill 1909 von Pius X. vom Trappistenorden getrennt und zum Mutterhaus der Mariannhiller Missionare erhoben.


Tätigkeitsbereiche
Aufgaben in der Seelsorge übernehmen die Patres außerhalb des Klosters trappistischer Gepflogenheit entsprechend nicht. Ihre pastorale Tätigkeit beschränkt sich auf die Beichtseelsorge vor Ort. Auch veranstaltet das Kloster keine Exerzitien.
Landwirtschaft, ein ehemals großer Tätigkeitsbereich des Klosters, wird in Mariawald heute von den Mönchen nicht mehr betrieben. Zum 1. Januar 2006 verpachtete die Abtei 100 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche an den Nationalpark Eifel. Dort sollen Wisente wieder angesiedelt werden.
Die Abtei Mariawald finanziert sich heute im Wesentlichen durch den Betrieb einer Gaststätte, eines Buchladens, einer Likörfabrik und eines Klosterladens.
Bekannte Abtei-Produkte aus eigener Herstellung sind etwa die Mariawalder Erbsensuppe, deren Rezeptur in den 1950er-Jahren von den Mönchen entwickelt wurde, Honig, Fruchtbrotaufstrich, Pflegekosmetik, Schokolade und Pralinen.
Dem Kloster ist ein Gästehaus angegliedert, in dem Gäste, die sich in der religiösen und stillen Atmosphäre des Klosters geistlich erneuern wollen, für drei bis acht Tage aufgenommen werden. Hausgäste des Klosters können an der Atmosphäre der Stille und des Gebets teilhaben.

(Text: Wikipedia)

Abtei Maria Wald in Google Maps.







die-Ahekapelle


Die Ahekapelle ist dem heiligen Servatius geweiht und hat eine lange Tradition als Wallfahrtskapelle. Sie liegt im Genfbachtal in der Nähe von Engelgau in der Eifel. Der Name der Kapelle stammt von dem Bach Ahe. Heute heißt dieser Genfbach. Pfarrlich gehört die Ahekapelle zur Pfarrgemeinde St. Peter Zingsheim–Engelgau und wird von der Kapellengemeinde Engelgau verwaltet. Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela in Spanien führt von Bad Münstereifel kommend an der Ahekapelle vorbei.

Die nicht streng nach Osten ausgerichtete Kapelle besteht aus einem schlicht wirkenden Schiff und einem daran anschließenden gotischen Chor.

Der Chor, der aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt, hat einen dreiseitigen Abschluss, spätgotische Spitzbogenfenster und außen sechs Strebepfeiler. Das Langhaus hat eine lichte Breite von 4 m und eine lichte Länge von 9,25 m und weist vier Rundbogenfenster auf.

1988 veranlasste das Bistum Aachen mit Mitteln der Denkmalförderung die Instandsetzung der Ahekapelle.

Texte aus: Wikipedia


Ahekapelle in Google Maps






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