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Das Römergrab »Strotzbüscher Tumm«  ist ein Grabhügel mit tonnengewölbter Grabkammer aus mächtigen Rotsandsteinquadern und hat einen Durchmesser von 24 m und eine Höhe von 5 m. Sie befindet sich zwischen Strotzbüsch und Oberscheidweiler.
Diese Familiengrabstätte eines gallo-römischen Großgrundbesitzers stammt aus dem 3. Jahrhundert nach Christus.

Im Jahre 1821 wurde diese Grabstätte entdeckt und das erste Mal untersucht. Es wurden aber keine Bestattungsreste mehr vorgefunden. Es liegt nahe, das Grabräuber diese Grabkammer bereits in der Antike ausgeraubt haben.

1975 wurde die Grabstätte, über der eine Erdaufschüttung lag, bei Zusammenlegungsarbeiten beschädigt und 1976 legte man sie frei. Im Bereich der Wände befinden sich die Steinmetzzeichen »VI« und »AM«.

Im Jahr 2003 erfolgte der jetzt vorhandene Schutzbau gegen Witterungseinflüsse und die heutige Präsentation der Grabstätte.

 

Römergrab in Google Maps

Archäologischer Landschaftspark

 ALP Matronenheiligtum

 

Im Eifelstädchen Nettersheim – nur eine knappe Autostunde von Köln entfernt – zeigt sich römische Geschichte hautnah: Hier an der wichtigen Agrippasstraße, die von Trier in das römische Colonia (Köln) führte, lag einst der römische Ort MARCOMAGUS.
Seit 2009 konnte das Archäologische Institut der Universität zu Köln Reste dieser Siedlung auffinden. Manche wurden für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Darunter befinden sich Wohn- sowie Befestigungsanlagen, Reste der ursprünglichen Straßenführung, aber auch die bereits über die Eifel hinaus bekannte »Görresburg«, ein Matronenheiligttum.
Die Fundstellen wurden nun im Archäologischen Landschaftspark sichtbar und zugänglich gemacht (Eintritt frei). Ein eingerichteter Erlebnis-Rundweg (ca. vier Kilometer) mit 8 Erlebnisstationen lädt Interessierte und Wanderer dazu ein, den römischen Alltag kennen zu lernen. Startpunkt ist das Naturzentrum Eifel in Nettersheim. Hier erhalten Sie auch einen Flyer zum Landschaftspark, auf dem alle Stationen eingezeichnet und beschrieben sind. Der Park ist im Gelände ausgeschildert.
Familien und Gruppen finden darüber hinaus eine Vielzahl speziell zugeschnittener Veranstaltungen und Aktionen, um selbst hautnah in das römische Leben eintauchen zu können.

Opferaltar Bollendorf


Hoch über dem Bollendorfer Ortsteil Weilerbach liegt nahe der Kante des Plateaus dieses natürliche Felsgebilde, das wohl schon seit vorgeschichtlicher Zeit als Opferstein diente. Es wird als Opferaltar, Heidenstein, Bärenstein oder Rotes Kreuz bezeichnet. Auf seiner Oberseite ist ein Vertiefung eingmeißelt und ein Abflusskanal - für das Opferblut. Dieser gewaltige natürliche Altar stand an seinem Platz am Rande der Hochläche und wurde seit Urzeiten als Opferaltar und für kultische Zwecke benutzt.

Die Kultstätten der alten Götter waren aber auch hier schon immer durch die Zerstörungswut christlicher Eiferer gefährdet (Diana-Denkmal, Frabillenkreuz). Selbst im 20ten Jahrhundert, nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde dieser Kultplatz als Bedrohung gesehen und der Felsen von einem unermüdlichen Bekämpfer des Heidentums mit dem Traktor umgerissen. Erst 1971, und mit großem technischen Aufwand, konnte der Felsen wieder aufgerichtet und an seinen Platz gestellt werden.

Zu erreichen ist der Opferstein entweder durch einen Zickzack-Fußpfad bergauf vom Diana-Denkmal bei Weilerbach aus oder über die Schotterstraße auf der Hochfläche, kurz vor den Wällen der Niederburg.


Diana-Denkmal


Dicht oberhalb des Bollendorfer Ortsteils Weilerbach steht am Wegesrand der übriggebliebene, aus massivem Sandstein herausgearbeitete Sockel eines römischen Diana-Weihebildes. Die römische Göttin der Jagd muss einst in eindrucksvoller Größe hier am unteren Hang des Ferschweiler Plateaus auf die Soldaten, Händler und sonstigen des Weges ziehenden Passanten herabgeblickt haben.

Die Sockelinschrift DEAE•DIANAE Q•POSTVMIVS•POTENS•V•S

bedeutet: Der Göttin Diana hat Quintus Postumius Potens (den Stein gewidmet und) das Gelübde erfüllt.

Warum der obere Teil des Denkmals zerstört wurde können wir nur vermuten. Die üblichen Verdächtigen sind die frühen Christen, denen die heidnischen Denkmäler ein Gräuel waren.



 

Bei der Ortschaft Duppach, die zum Landkreis Vulkaneifel zählt, wurden 2001 Reste von römischen Grabdenkmälern einer Villenanlage bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war über Skulpturenfunde, zum Beispiel eines lebensgroßen Jünglingskopfes und ein eingemauertes Relief im Nachbarort Steffeln, berichtet worden. Letzteres wurde Ende der 1990er Jahre gefunden und in Trier ins Rheinische Landesmuseum übergeben. Während weiterer Ausgrabungen ab dem Jahr 2002 in Kooperation der Universität zu Köln und des Rheinischen Landesmuseums Trier, entdeckte man zwei monumentale vollplastische Greifskulpturen. Auch in den Folgejahren fanden Ausgrabungen statt, um nachzuforschen, wie der Besitzer dieser Villa an solch einen Reichtum gelang.
Heute geht man davon aus, dass der Villenbesitzer als Ehrenstadtrat in Trier tätig war, als solcher finanzierte er unter anderem öffentliche Bauten.
Die gefundenen Grabsteinpfeiler waren aufwendig hergerichtet. Bunter Skulpturenschmuck zeigte Szenen der griechisch-römischen Sagenwelt.
2010 wurden zudem auch extravagante Krüge gefunden, die auf die Produktion von Bier hinweisen.
Nach den Germaneneinfällen wurde die Villenanlage neu besiedelt und die Steinanlagen durch Holzgebäude ersetzt. Die neuen Bewohner nutzten Eisenerz aus der Umgebung und verarbeiteten dieses in Schmieden weiter.
Im vierten Jahrhundert wurden die Grabdenkmäler vollständig abgebaut, um aus den alten Materialien neue Bauten zu errichten. Ab dem fünften Jahrhundert wurde dann die Villenanlage endgültig verlassen.
Der Duppacher Weiher südöstlich der Grabdenkmäler ist heutzutage trockengelegt und nur noch durch die ringförmige Struktur des Tales als Maar zu erkennen.

 

 

Villenanlage bei google maps

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