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Die evangelische Erlöserkirche Gerolstein wurde zwischen 1907 und 1913 von Franz Schwechten, dem bekannten Berliner Architekten, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche entworfen hat, gebaut.

Bei den Ausschachtungsarbeiten für den Bau der Erlöserkirche entdeckte man die Fundamente einer römischen Villa rustica. Die "Villa Sarabodis" kann man direkt neben der Kirche mit ihren römischen Grundmauern, einer teilweise rekonstruierten Hypokaustenheizung und weiteren Fundstücken besichtigen.

Der Kirchenbau wurde vom Kirchenbauverein Berlin finanziert, der sie Kaiser Wilhelm II. schenkte. Dieser beteiligte sich mit seinem Privatvermögen ebenfalls am Bau. So entstand eine pompös ausgestattete Kirche mit Mosaiken und Malereien im byzantinischen Stil. Am 15. Oktober 1913 fand die feierliche Einweihung statt, zu der auch der Kaiser persönlich anwesend war.

Der imposante Bau im neoromanischen Stil ist mit Rotsandsteinquadern verkleidet und hat eine von Länge 30 m und eine Breite von 18 m. Innen ist die Kirche mit prächtigen großflächigen Goldmosaiken, mit Rundbögen und einer dominierenden Kuppel aufwändig ausgestattet. Die Fenster weisen eine teils heraldische und teils ornamentale Malerei auf.

Aufgrund der enormen Unterhaltungskosten, die die Gemeinde Gerolstein nicht aufbringen konnte, wurde die Erlöserkirche am 27. Juni 1914 dem Hause Hohenzollern zum Geschenk gemacht.
Heute befindet sich die Kirche mit Museum und der Villa Sarabodis im Besitz der Evangelischen Landeskirche und wird von ihr verwaltet.

 

Erlöserkirche Gerolstein in Google Maps





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