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Burg Hengebach in Heimbach

Blick-auf-Heimbach


Auch Burg Heimbach genannt, steht die Burg Hengebach in Heimbach, einer Stadt im Kreis Düren. Bei der Höhenburg handelt es sich um eine Ringburganlage aus dem 12. - 14. Jahrhundert, der Kern ist der westliche Hof mit einer Bergfried/Palast-Kombination. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg nach Osten erweitert, Vorburg, Gartenanlage und Zwinger sind entstanden. Damals wurden auch die südlich gelegenen Wohngebäude, die zu Verteidigungszwecken errichtet worden sind, gebaut.

Als erster Besitzer der Burg ist Godizo von Aspel-Heimbach nachgewiesen, dieser vererbte die Burg 1011 an den Grafen Gerhard von Metz. Seit 1237 war die Burg im Besitz der Grafen von Jülich. Dazu kam es, weil die Heimbacher Linie endete und beide Territorien, die Heimbacher Territorien und die Jülich Territorien, zusammengefasst wurden. 1609 ging die Burg an die Pfalzgrafen von Pfalz-Neuburg und durch einen Brand 1687 wurde sie langsam völlig zu einer Ruine.

Nachdem sie 1794 an Frankreich gefallen war und 1804 an eine Familie aus Heimbach verkauft wurde, trug die Ruine nur den Nutzen eines Steinbruchs. Erst entschied man sich, die Burg dem Erdboden gleichzumachen, als sie 1904 wegen Einsturzgefahr von ihren Besitzen aufgegeben wurde. Der „Verein zur Erhaltung der Burgruine Heimbach“ wurde gegründet und es wurden Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. 1935 wurde sie von Kreis Schleiden aufgekauft, zu dem damals die Stadt Heimbach gehörte. Geplant war eine ausgiebige Restauration und die Umfunktionierung zu einem Heimatmuseum, aber durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden die Pläne nicht verwirklicht.

Durch fehlende finanzielle Mittel des Kreises Schleiden, wurde die Burg nach dem Krieg an eine Düsseldorfer Brauerei verpachtet, die sie bis 1969 teilweise restaurierten und dort Hotel und Restaurant betrieben, bis der Kreis Schleiden das Pachtverhältnis auflöste und selbst 1970 begann, die Burg wieder vollständig aufzubauen. Als Eigentum der Stadt Heimbach, diente die Burg wieder als Restaurant und Hotel. Nach einem Umbau eröffnete dort 2009 schließlich die Internationale Kunstakademie Heimbach.




Burg Hengebach in Google Maps






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