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Der Westwall verlief an der westlichen Grenze des Deutschen Reiches und war bei den Allierten als Siegfried-Linie bekannt. Er bestand aus über 18 Tsd. Bunkern, Stollen sowie zahllosen Gräben und Panzersperren und wurde hauptsächlich in den Jahren 1936 bis 1939 errichtet.
Die Panzersperren wurden auf vielen Kilometern entlang des Westwalls gebaut und wegen ihrer Form wurden sie auch Höckerlinie oder Drachenzähne genannt.

Die Höcker aus Stahlbeton stehen in mehreren Reihen auf einem gemeinsamen Fundament. Es finden sich Höckerreihen mit vier von vorn nach hinten ansteigenden Zähnen und auch mit fünf dieser Zähne. Aber auch sehr viele unregelmäßige Höckerlinien wurden gebaut. Sofern es vom Gelände her möglich war, wurden auch wassergefüllte Gräben ausgehoben (z.B. am Niederrhein). Militärisch waren die Bunker- und Sperranlagen nicht so wirkungsvoll. Sie entstanden aus den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und waren der Feuerkraft der 40er-Jahre nicht gewachsen. Um so wichtiger waren sie allerdings aus psychologischer und propagandistischer Sicht.

Der am stärksten umkämpfte Bereich des Westwalls war die Gegend des Hürtgenwaldes in der Nordeifel. Hier fanden bis Februar 1945 etwa 12.000 Deutsche und ca. 32.000 US-Soldaten den Tod.

Die Fotos enstanden am »Hollerather Knie« bei Hollerath, einer fast rechtwinkligen Kurve der Bundesstraße 265. Die Beton-Höcker sind zum Teil vom Wald überwucher und mit Moos bedeckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man viele Teile des Westwalls gesprengt oder mit Erde bedeckt. Heute stehen sie in Rheinland-Pfalz unter Schutz. Einen guten Überblick über die Geschichte dieses »Monster-Bauwerks« zeigt das Westwall-Museum bei Irrel.
Am »Hollerather Knie« befindet sich auch der Ausgangspunkt für die beliebten Narzissen-Wanderungen ins obere Olef-Tal.
Außerdem begann genau hier am 16.12.1944 die »Ardennen-Offensive«, das letzte Aufbäumen Nazi-Deutschlands vor dem endgültigen Zusammenbruch, der sich dann allerdings sinnlos und zerstörerisch bis zu Mai 1945 hinziehen sollte. Ein Gedenkstein erinnert an die Opfer auf beiden Seiten.

 

Panzersperren in Google Maps

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